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Tourismus in Italien: Statistik, Zahlen und Trends 2026

Tourismus in Italien: Statistik, Zahlen und Trends 2026

Axel HernborgAxel Hernborg

Kurz gesagt: Italien zählte 2025 laut Banca d’Italia 61,4 Millionen ausländische Reisende mit Übernachtung und 56,7 Milliarden Euro Ausgaben. Deutschland liegt mit 13,1 Millionen Reisenden und 8,8 Milliarden Euro vorn. Nach Übernachtungen führt Rom mit 42,7 Millionen Nächten (2024); im ersten Halbjahr 2026 stiegen die Übernachtungen weiter.

Zuletzt geprüft am 19. Oktober 2026. Jede Zahl auf dieser Seite wurde mit der daneben genannten Quelle abgeglichen; wo zwei Quellen voneinander abweichen, ist der Unterschied vermerkt.

Tourismus in Italien hat 2025 erneut Rekorde aufgestellt – bei den ausländischen Gästen, bei den Übernachtungen und bei den Ausgaben. Deutschland ist dabei der wichtigste Herkunftsmarkt. Diese Seite bündelt die aktuellen amtlichen Zahlen: Ankünfte und ihre Entwicklung seit 2019, Herkunftsländer, Einnahmen, Städte und Regionen von Rom bis Sizilien, Unterkünfte, Flugverkehr und die ersten Daten für 2026. Grundlage sind die Erhebung der Banca d’Italia zum internationalen Tourismus, das Statistikamt Istat, Eurostat, das Ministero del Turismo sowie regionale und städtische Statistikstellen. Der ausführliche Istat-Jahresbericht mit Werten nach Region, Stadt und Herkunftsland reicht allerdings nur bis 2024; der Bericht für 2025 lag bei Redaktionsschluss noch nicht vor.

Tourismus in Italien: die wichtigsten Zahlen

Wie viele Touristen kommen jährlich nach Italien?

Säulendiagramm der Übernachtungen in italienischen Beherbergungsbetrieben: 2019 436,7 Millionen, 2021 289,2 Millionen, 2022 412,0 Millionen, 2023 447,2 Millionen, 2024 466,2 Millionen, 2025 476,9 Millionen.
Nach dem Einbruch von 2020 um 52,3 Prozent lag Italien schon 2023 wieder über dem Niveau von 2019 und erreichte 2025 einen neuen Höchststand. Quelle: Istat, Eurostat.

Die kurze Antwort: 2025 übernachteten 61,4 Millionen ausländische Reisende in Italien; zählt man Tagesbesucher mit, etwa Grenzgänger aus der Schweiz und Österreich, waren es 92,2 Millionen Einreisen (Banca d’Italia, Indagine sul turismo internazionale). Die Banca d’Italia zählt dabei Grenzübertritte, also Reisen, nicht Personen. Die Zeitreihe zeigt Einbruch und Erholung:

International liegt Italien bei den Tourismuseinnahmen 2025 laut vorläufigen Daten von UN Tourism auf Platz 5 weltweit, mit einem Marktanteil von 3,4 % (Banca d’Italia, Indagine sul turismo internazionale). Bei den Ankünften nannte Ministerpräsidentin Giorgia Meloni im September 2025 knapp 58 Millionen internationale Ankünfte und ebenfalls Platz 5 (ANSA); die Zahl folgt einer anderen Abgrenzung als die 61,4 Millionen der Banca d’Italia.

Deutschland, Österreich, Schweiz: die Herkunftsmärkte

Balkendiagramm der Reisenden nach Italien 2025 nach Herkunftsland: Deutschland 13,1 Millionen, Frankreich 12,1 Millionen, Schweiz 7,1 Millionen, Großbritannien 7,0 Millionen, Österreich 6,8 Millionen.
Deutschland liegt bei den Reisenden knapp vor Frankreich; die Schweiz und Österreich folgen vor allem wegen vieler Tagesbesucher weit vorn. Quelle: Banca d’Italia.

Deutschland ist Italiens größter ausländischer Markt, sowohl nach Reisenden als auch nach Ausgaben (Banca d’Italia, Indagine sul turismo internazionale):

In den Beherbergungsstatistiken ist der Vorsprung noch deutlicher. 2024 verbrachten deutsche Gäste 65,3 Millionen Nächte in Italien, 25,7 % aller Auslandsübernachtungen; 2014 waren es 28,1 % (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024). Dahinter folgten die USA (23,7 Millionen), Großbritannien (14,8 Millionen), Frankreich (14,0 Millionen), die Schweiz mit Liechtenstein (12,1 Millionen) und Österreich (10,5 Millionen). Deutsche übernachten überdurchschnittlich oft auf Campingplätzen und in Feriendörfern: 29,0 % ihrer Nächte, gegenüber 14,9 % bei allen ausländischen Gästen (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024).

Aus deutscher Sicht ist Italien das drittwichtigste Auslandsziel: Laut Reiseanalyse der FUR gingen 2025 7,7 % aller Urlaubsreisen ab fünf Tagen nach Italien, nach 8,6 % im Jahr 2024 – hinter Spanien (15,0 %) und der Türkei (7,8 %) (FUR, Reiseanalyse 2026).

Einnahmen und Anteil an der Wirtschaft

Städte und Regionen

Balkendiagramm der Übernachtungen 2024 nach Stadt: Rom 42,7 Millionen, Mailand 14,1 Millionen, Venedig 13,3 Millionen, Florenz 9,2 Millionen.
Rom verbucht mehr Übernachtungen als Mailand, Venedig und Florenz zusammen. Quelle: Istat.

Nach Übernachtungen führte 2024 Venetien mit 73,5 Millionen Nächten vor Trentino-Südtirol (56,7 Millionen), Latium (51,8 Millionen, +13,2 %), der Toskana (46,2 Millionen) und der Lombardei (45,1 Millionen). In Venetien stammten 70,5 % der Nächte von Ausländern (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024).

Rom

Nach Übernachtungen ist Rom die Nummer 1 in Italien: Istat zählte 2024 42,7 Millionen Übernachtungen, 9,2 % aller Nächte im Land, davon 73,3 % von Ausländern (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024). Die Ente Bilaterale Turismo del Lazio meldete für 2025 22,9 Millionen Ankünfte, davon 12 Millionen aus dem Ausland, und 52,92 Millionen Übernachtungen (+2,87 %) (Roma Capitale, Turismo Roma) – die Abgrenzung unterscheidet sich von der Istat-Statistik. Zum Heiligen Jahr kamen laut Vatikan über 33,4 Millionen Pilger aus 185 Ländern (Italpress). Seit dem 2. Februar 2026 kostet der Zugang zum Trevi-Brunnen für Nichtrömer 2 Euro; eine Zählung von Dezember 2024 bis Dezember 2025 ergab dort über 10 Millionen Besucher (Quotidiano.net).

Florenz

Wie viele Touristen kommen pro Jahr nach Florenz? Nach den Zahlen, die der Stadtrat am 23. Juni 2026 erhielt, waren es 2025 4,77 Millionen Ankünfte und rund 11,5 Millionen Übernachtungen, 11 % mehr als 2024, bei durchschnittlich 2,4 Nächten. 83,9 % der Gäste kamen aus dem Ausland, an der Spitze die USA mit 28,6 %; Deutschland folgte mit 4,6 % erst auf Platz 5 (Comune di Firenze, Protokoll der Wirtschaftskommission). Die Zählung schließt 16.906 private Ferienunterkünfte ein; Istat kam für 2024 ohne private Ferienwohnungen auf 9,2 Millionen Nächte (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024).

Venedig und die Eintrittsgebühr

Venedig zählte 2024 13,3 Millionen Übernachtungen, 86,9 % davon von Ausländern; Mailand liegt mit 14,1 Millionen inzwischen davor (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024). 2026 verlangte die Stadt an 60 Tagen zwischen dem 3. April und dem 26. Juli von Tagesbesuchern eine Zugangsgebühr: 5 Euro bei Zahlung mindestens vier Tage im Voraus, sonst 10 Euro. Übernachtungsgäste, Einwohner der Region Venetien und Kinder unter 14 Jahren sind befreit (QualityTravel). Mehr als 650.000 Zahlungen brachten über 5 Millionen Euro ein (blue News).

Sizilien

Sizilien verzeichnete 2024 17,3 Millionen Übernachtungen (+5,5 %), rund die Hälfte davon von Ausländern. In den sizilianischen Provinzen überwiegen laut Istat US-Amerikaner und Franzosen, nicht Deutsche (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024). Für 2025 meldet die Region 2,8 % mehr Ankünfte und 0,24 % mehr Übernachtungen (Regione Siciliana). Eine Prometeia-Studie auf Basis vorläufiger Regionaldaten nennt über 22,5 Millionen Übernachtungen, davon knapp 13 Millionen von Ausländern (+5,5 %) (Italpress); sie erfasst mehr Unterkunftsarten als Istat.

Südtirol und Gardasee

Südtirol zählte 2025 vorläufig 9,0 Millionen Ankünfte und 38,2 Millionen Übernachtungen (+2,9 %) (ASTAT). 2024 entfielen 17,5 Millionen der 37,2 Millionen Nächte auf Gäste aus Deutschland, fast die Hälfte (WIFO der Handelskammer Bozen nach ASTAT-Daten). Am Gardasee verbuchte die venetische Seite 2025 14,95 Millionen Übernachtungen, 85,2 % von Ausländern; Deutsche kamen auf 6,4 Millionen Nächte, die Hälfte aller Auslandsnächte, jedoch 5,1 % weniger als 2024 (Handelskammer Verona). Mit 1.097,8 Übernachtungen pro Einwohner hatte Limone sul Garda 2024 die höchste Tourismusintensität Italiens (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024).

Übernachtungen und Unterkünfte

2024 gab es 32.943 Hotelbetriebe mit 2.283.546 Betten sowie 232.376 andere gewerbliche Unterkünfte mit 3.215.227 Betten. Mit 316.954 privaten Ferienwohnungen kommt Italien auf 6.974.759 Betten (Istat, Jahresbericht Tourismus 2024). Über die vier großen Buchungsplattformen wurden 2024 fast 127 Millionen Nächte gebucht, etwa drei Viertel von Ausländern (Istat, Dal Grand tour al turismo di massa).

Luftverkehr

Die italienischen Flughäfen fertigten 2025 229.740.554 Passagiere ab (+5 %), davon 157,2 Millionen im internationalen Verkehr (+8 %). Rom-Fiumicino kam auf rund 50,9 Millionen Fluggäste (ENAC-Daten via Sky TG24).

UNESCO-Welterbe

Mit der Aufnahme der Kondominiumstheater Mittelitaliens im Juli 2026 hat Italien 62 Welterbestätten; das Außenministerium spricht von einem weltweiten Spitzenplatz (Italienisches Außenministerium).

Ziele der Regierung

Konkrete Besucherziele nennt die Regierung nicht. Die Leitlinien des Tourismusministeriums für 2026 setzen auf die Verteilung der Gäste über das ganze Jahr, die Entlastung der großen Ziele, Digitalisierung und nachhaltigen Tourismus (Ministero del Turismo, Atto di indirizzo 2026).

Trends 2026

Quellen

Häufig gestellte Fragen

2025 übernachteten laut Banca d’Italia 61,4 Millionen ausländische Reisende in Italien, 6,3 Prozent mehr als 2024. Mit Tagesbesuchern waren es 92,2 Millionen Einreisen. Die Beherbergungsbetriebe zählten nach Eurostat 476,9 Millionen Übernachtungen, Platz 2 in der EU hinter Spanien. Vor der Pandemie, 2019, zählte Istat 436,7 Millionen Nächte.

Die Banca d’Italia zählte 2025 rund 13,1 Millionen Reisende aus Deutschland, 9,4 Millionen davon mit Übernachtung. Sie gaben 8,822 Milliarden Euro aus; Deutschland ist damit Italiens größter ausländischer Markt. Laut Istat entfielen 2024 auf deutsche Gäste 65,3 Millionen Übernachtungen, ein Viertel aller Auslandsnächte.

Die Ente Bilaterale Turismo del Lazio meldete für Rom 2025 rund 22,9 Millionen Ankünfte, davon 12 Millionen aus dem Ausland, und 52,92 Millionen Übernachtungen. Istat, das anders abgrenzt, zählte für 2024 42,7 Millionen Übernachtungen, 9,2 Prozent aller Nächte in Italien. Zum Heiligen Jahr 2025 kamen über 33,4 Millionen Pilger.

Nach den Zahlen, die dem Florentiner Stadtrat im Juni 2026 vorgelegt wurden, zählte Florenz 2025 rund 4,77 Millionen Ankünfte und 11,5 Millionen Übernachtungen, 11 Prozent mehr als 2024. 83,9 Prozent waren Ausländer, vor allem US-Amerikaner. Istat zählte für 2024 ohne private Ferienwohnungen 9,2 Millionen Nächte.

2026 galt die Zugangsgebühr für Tagesbesucher an 60 Tagen zwischen dem 3. April und dem 26. Juli: 5 Euro bei Zahlung mindestens vier Tage im Voraus, sonst 10 Euro. Übernachtungsgäste sind befreit. Mehr als 650.000 Zahlungen brachten über 5 Millionen Euro ein. Auch Einwohner der Region Venetien und Kinder unter 14 Jahren zahlen nicht.

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