29 Dinge, die man in Brügge machen kann (Sehenswürdigkeiten und Aktivitäten)

Brügge

Der Stadtkern

Im denkmalgeschützten Stadtzentrum des mittelalterlichen Brügge (seit dem Jahr 2000 UNESCO Weltkulturerbe), findet man überall Gebäude und Häuser, die eine faszinierende Geschichte zu erzählen haben und auch unter Denkmalschutz stehen. Die Gebäude stehen teilweise schon seit 1617 in Brügge. Hier dürfte also für jeden etwas zum Staunen dabei sein. Der Markt von Brügge findet übrigens bereits 980 Erwähnung in allerlei historischen Büchern. Lassen Sie sich vom Zauber der Altstadt, ihrem Charme und ihrer Romantik verführen und genießen Sie den Anblick solange Sie dort sind. Die idyllische Stimmung schwingt mit jedem Schritt, den man macht aufs neue mit und verführt kurzzeitig immer wieder in eine andere Welt.

Der historische Turm Belfried

Der historische Turm Belfried am zentralen Marktplatz von Brügge ist 83 Meter hoch und in die dortigen Hallen integriert. Er eignet sich toll für eine schöne Aussicht über Brügge und wurde im 13. Jahrhundert erbaut. Definitiv eine der zentralsten und geschichtlich interessantesten Sehenswürdigkeiten Brügges. Nachdem er zwei Brände überlebt hat und teilweise restauriert werden musste, steht er nun wieder in voller Pracht und bleibt das höchste Gebäude in ganz Brügge, da ihn aus historischen Gründen des Machtausdruckes in der damaligen Zeit immer noch nichts überragen darf. Auch sein Glockenspiel ist klangvoll wie eh und je und schenkt der Altstadt einen romantischen Touch.

The Chocolate Line

In dieser netten kleinen Chocolaterie bekommen Sie leckere handgefertigte Pralinen und andere Leckereien aus Schokolade. Von Chilischokolade bis hin zu Matchapralinen, wer auf ausgefallene Sachen steht, ist hier genau richtig. Es gibt sogar Schokoladen-Pillen, Schokoladen-Lippenstift oder einen Schokoladen-Shooter. Der Shooter dient in seiner Funktion einer Nachahmung des Schnupftabaks und bietet die Möglichkeit, speziell dafür hergestelltes Schokoladenpuder zu schnupfen. Auch findet man hier viele Produkte aus fairem Handel und darf sogar zuschauen, wie Schokolade hergestellt wird. Von der ersten Bohne der Plantage über das Mahlen und Pressen der Schokopaste können Sie mit dabei sein und dürfen zusehen.

Brügges wunderschönen Grachten

Diese laden natürlich ein, an ihnen entlang gemütlich spazieren zu gehen. Sie laden aber auch ein, eine kleine Bootsfahrt auf ihnen zu erleben und sich die Stadt aus einem anderen verwunschenen Winkel anzusehen. Auch vom Wasser aus, scheint Brügge noch einmal mehr an Zauber dazuzugewinnen. In Brügge gibt es fünf Bootsstationen. An einer oder an allen läuft man irgendwann zwangsläufig automatisch vorbei. Eine ist direkt hinter der Burg. Die Bootsfahrt führt Sie zum „Liebessee“ und vorbei an der kleinsten und schönsten Brücke Brügges, sie führt Sie entlang der Liebfrauenkirche, bringt Sie anschließend zur Jan-van-Eyck-Statue und wieder zurück. Dort passiert man die Burg und betrachtet die Brücken aus der Wasserperspektive. Die Kosten belaufen sich auf ca. zehn Euro pro 30 Minuten Tour.

Zeebrügge

Wer das ultimative Urlaubsgefühl mitnehmen möchte, der darf sich Zeebrügge nicht entgehen lassen. Denn wer dort hinfährt, ist direkt am Meer und darf von sich behaupten, er habe mal wieder Urlaub am Meer gemacht. Ca. 15 Kilometer fährt man von Brügge nach Zeebrügge und schon ist man am Meer. Sommer, Sonne, Strand wären hier zwar eine kleine Übertreibung. Aber trotzdem kommt ein schönes Gefühl von Freiheit und Gelassenheit auf, wenn man hier am Watt steht, denn Meer ist schließlich Meer und lässt viel Freiraum zum Träumen und der Leichtigkeit des Seins. Wind- und wasserfeste Kleidung könnten auf Ihrem Weg dorthin nicht schaden.

Mhhhh, belgische Waffeln!

Tatsächlich findet man diese Spezialitäten in Brügge gefühlt an jeder Ecke. Aber sie schmecken tatsächlich um einiges besser als das, was wir unter normalen Waffeln verstehen. Außen kross, innen zart und mit crunchy Hagelzucker im Teig oder auch als durchweg fluffige Variante sind belgische Waffeln immer ein Gaumenschmeichler. Zusätzliche Soßen wie Schokoladensoße oder extra Obststückchen gehören hier dazu, sonst wären es keine belgischen Waffeln. Es empfiehlt sich also auf jeden Fall einmal ein solches Lädchen zu besuchen und sich einen leckeren Nachtisch ohne schlechtes Gewissen zu gönnen, Sie sind schließlich im Urlaub!

Belgisches Bier

Belgisches Bier ist eine Berühmtheit, so viel Auswahl wie hier gibt es in kaum einem anderen Land. Mit seinen mehr als 1.000 verschiedenen Biersorten zählt Belgien zu den bedeutendsten Biernationen der Welt. Von modernem Craft Bier bis hin zu süßen Fruchtbieren mit allerlei möglichen Geschmäckern findet sich eine Vielzahl an verschiedenen Geschmacksrichtungen. Suchen Sie sich unbedingt ein typisches Bierlokal und lassen sich dort Ihr Bier nach Wahl schmecken. Denn in der richtigen Umgebung schmeckt es noch besser. Falls Sie mehr über das Bier in Brügge erfahren möchten, dann kann sich ein Besuch des Biermuseums oder der Brauerei De Halve Maan lohnen. Bei der Brauereibesichtigung gibt es übrigens nicht nur leckeres Bier zum Testen, sondern vom Gebäude aus auch einen hübschen Ausblick auf Brügge, da man bei der Tour auf das Brauereidach steigt.

Das Museum „De Oude Steen“

In einem der wahrscheinlich ältesten europäischen Gefängnisse, die es gibt, befindet sich das Museum „De Oude Steen“, auf Deutsch „der alte Stein”. Dieses Museum ist aber nichts für schwache Gemüter, denn hier befinden sich keine Gemälde oder antike Statuen zum Betrachten, sondern grausame Folterwaffen und verschiedenste Darstellungen aller möglichen Foltermethoden. Es sind mehr als 100 verschiedene Folter und Hinrichtungswaffen ausgestellt. Hierbei wurde auf eine chronologische Aufstellung der Waffen und Methoden geachtet sowie ein möglichst realistisches Bild mit verschiedenen Figuren der damaligen Zeitepochen. Es ist täglich geöffnet und der Preis für Erwachsene beläuft sich auf acht Euro.

Onze-Lieve-Vrouw-Ter-Potterie (Unserer Lieben Frau ter Potterie)

Dieses Hospital geht zurück bis ins 13. Jahrhundert als hier Nonnen Pilger, Reisende und Kranke versorgt haben. Es entwickelte sich im 15. Jahrhundert zu einer Art modernem Altersheim. Die Krankensäle wurden später dann in ein Museum umgewandelt und zeigen heute eine Vielzahl an Kunstwerken, Kloster- und Kultrelikten sowie einer Reihe von Objekten zur Krankenpflege. Auch die gotische Kirche mit Barockinterieur kann besichtigt werden. Die Museumssammlung besteht aus einer großen Anzahl Flügelaltäre. Das Glanzstück ist zweifellos der silberne Schrank mit Reliquienschreinen, Kerzenhaltern und Weihwasserfässern. Das liturgische Silber wird heute noch bei Messfeiern verwendet. Neben diesen historischen Reliquien sollte man sich auch den Schrank mit Waffenspruch und den Initialen Kaiser Karls aus der Mitte des 16. Jh. einmal angesehen haben.

Minnewaterpark

Inmitten des Minnewaterparks befindet sich das gleichnamige Minnewater, ein kleiner, rechteckiger, von Bäumen umgebener See im Süden Brügges. Die tragische Liebesgeschichte von Minna und ihrem Geliebten Stromberg bot den Stoff für die beliebte Legende, der zufolge man die ewige Liebe erfahren wird, wenn man mit seinem oder seiner Geliebten über die Minnewaterbrücke geht. Wer möchte nicht daran glauben? Diese uralte Geschichte macht das Minnewater zu einem romantischen Fleckchen und lädt zum Verweilen ein. Genießen Sie die schöne Umgebung von der Minnewaterbrücke aus, auf einer der Parkbänke am See oder bei einem Spaziergang durch den ruhigen Park.

Schloss Loppem

Das Kasteel van Loppem ist etwas ganz Besonderes. Mit einem kleinen hübschen See auf der Vorderseite und einer parkähnlichen Anlage ringsherum, passt es nicht nur zu Brügges Flaire von gehobener Leichtigkeit, sondern es verleiht der Stadt noch mehr Klasse als sie ohnehin schon hat. Es ist eines der seltenen Schlösser, in denen sich die Gesamtarchitektur und das Interieur noch im Originalzustand befinden. Gebaut wurde dieses Wasserschloss erst Ende des 19. Jahrhunderts im neogotischen Stil. Besonders sehenswert sind die Parkanlagen mit den Labyrinthgärten. Wer es ruhiger angehen, der sollte sich einen Besuch im Schloss gönnen.

Das Lampenmuseum ,,Lumina Domestica“

Wer sich für die Entstehung des Lichts interessiert und ein Faible für Lampen hat, der findet im Lampenmuseum ,,Lumina Domestica“ reichlich an schicken Information rund um das Thema. Von der Erfindung des Feuers bis in unsere heutige Zeit von LED und Halogen mit über 6.000 Lampen, Leuchten und Lichtgefäßen, ist hier alles vertreten. Dargestellt wird, wie Licht künstlich aus Holz, Öl, Gas und Elektrizität entsteht, auch „natürliche“ Lichtquellen wie das Glühwürmchen finden in „Lumina Domestica“ ihre Erwähnung. Das Museum ist täglich von 10.00-17.00 Uhr geöffnet und kostet sieben Euro für Erwachsene. Kinder von 6 bis 11 Jahren zahlen nur fünf Euro und bis 6 Jahren ist der Eintritt frei.

Das Diamantmuseum

Vor rund 550 Jahre wurde die Kunst des Diamantschleifens erfunden. Doch wer hätte gedacht, dass dieses Verfahren in Brügge entstanden ist? Das Brügger Diamantenmuseum veranschaulicht diese Geschichte in einer faszinierenden Ausstellungsreihe. Täglich gibt es Vorführungen, wie Diamanten geschliffen werden mit allem geschichtlichen Hintergrund, den es dazu zu wissen gibt. Im Diamantlabor bekommen Jung und Alt die Gelegenheit, den Diamanten mit all seinen Facetten zu entdecken. Wer nur das Museum besuchen möchte, der muss mit 9,50 Euro Eintritt rechnen (Kinder bis fünf Jahre zahlen nichts, Kinder bis 12 Jahre und Senioren zahlen 8,50 Euro). Der Vorgang des Diamantschleifens jedoch kann nur gegen einen kleinen Aufpreis mitbeobachtet werden.

Historium Brügge

Stellen Sie sich vor, Sie könnten in die Zeit zurückreisen und befänden sich dann im Brügge des Jahres 1435. Wäre das nicht toll? Im Historium Brügge ist das möglich. Sieben historisch ausgestattete Themenräume versetzen Sie mit Filmen und Spezialeffekten zurück in einen Tag des Jahres 1435. Verfolgen Sie die Geschichte von Jacob, einem Lehrling Jan van Eycks, und besuchen Sie anschließend die interaktive Ausstellung. Ein besonderes Erlebnis ist die VR-Experience, bei der Sie mit Hilfe einer Virtual-Reality-Brille in das Brügge des 15. Jahrhunderts abtauchen. Von hier aus lässt sich auch ein schöner Panoramablick auf den Markt gewinnen.

Das Groeninge Museum

Das Groeninge Museum bietet einen abwechslungsreichen Überblick der belgischen bildenden Kunstgeschichte, deren Höhepunkt die „Flämischen Primitiven“ sind. Auch neoklassizistische Prachtexemplare aus dem 18. und 19. Jahrhundert, Meisterwerke der flämischen Expressionisten und moderne Kunst aus der Nachkriegszeit sind hier zu bewundern. Das Museum wurde 1930 vom Architekten Joseph Viérin gebaut. Werke von Jan van Eyck, Hans Memling, Hugo van der Goes und Gerard David sorgen dafür, das hier für jeden Kunstliebhaber etwas dabei sein dürfte. Bedeutend sind auch die Werke der international gefeierten Neoklassizisten (Ende des 18. Jh.). Historienbilder und Porträts, in einem distanzierten und skulpturalen Stil gemalt, zeichnet Künstler wie Suvée, Duvivier, Ducq, Odevaere und Kinsoen aus.

De Halvemaan

Die jahrhundertealte Tradition des Bierbrauens wird in dieser Brügger Brauerei in einem einzigartigen Museum dargestellt. Seit 1856 gibt es sie schon und stolz Braut sie auch heute noch. Täglich finden Führungen sowohl durch die moderne Brauerei, wie auch durch das Museum statt. Im Restaurant bekommt man etwas für den kleinen sowie den großen Hunger geboten. Selbstverständlich wird dazu immer ein leckeres Bier serviert. Täglich werden durchgehend von 11 Uhr bis 16 Uhr Führungen auf Niederländisch, Französisch und Englisch organisiert. Samstags können Sie zusätzlich einen Rundgang um 17 Uhr unternehmen. Eine Führung auf Deutsch ist auf Anfrage möglich. Ein Besuch kostet zwölf Euro pro Person und beinhaltet die Verkostung des Hausbieres Brugse Zot Blond. Für Kinder von 6 bis 12 Jahren beträgt der Eintritt nur sechs Euro pro Person und beinhaltet ein Erfrischungsgetränk. Für Kinder unter 6 Jahren ist der Eintritt frei, das Erfrischungsgetränk ist dabei leider nicht enthalten. Kleiner Tipp: Online sind die Tickets günstiger zu kaufen!

The Chocolate Museum ,,Choco Story”

Für das Wohl von Leib und Seele sorgt Brügge ohnehin schon, dennoch bietet die Stadt auch Informatives über seine Spezialitäten. Und so kommt es, dass Sie sogar ein Museum für Schokolade besuchen können. Das Museum informiert über die Geschichte der Schokolade, der Herkunft, der Verarbeitung bis hin zum Endprodukt.

Es ist eine hervorragende Quelle historischer, geographischer und botanischer Daten und Informationen sowie eine Rezeptdatenbank für, traditionelle und industrielle Schokoladenhersteller, Lehrpersonen und Schüler oder den einfachen Schokoladenliebhaber. Es besitzt vielseitige Literatur über Schokolade und bietet auch die Möglichkeit, sich vor Ort mit Fachpersonal und Herstellern ausgiebig zu unterhalten und etwas dazuzulernen.

Rozenhoedkaai

Die Rozenhoedkaai bietet immer einen wunderschönen Anblick: Im Winter, wenn der Schnee liegt, im Herbst, wenn die Blätter fallen, im Frühling, wenn sie blühen und im Sommer, wenn die Sonne herrlich vom Himmel scheint. An diesem Ort scheint es immer ein bisschen wie in einem Märchen zu sein. Aus diesem Grund ist das Rozenhoedkaai bereits seit vielen Jahren der am meisten fotografierte Ort Brügges. Hier kann sich jeder seine eigene Ansichtskarte von Brügge knipsen. Ein wenig magisch am Tage, ein wenig verwunschen bei Nacht, jeder Moment hier wirkt sich positiv auf ihre Erinnerung an Brügge aus. Ob am Wasser oder an Land, die Rozenhoedkaai ist sowohl für Singles als auch für Verliebte ein fantastischer Ort zum Verweilen.

Begijnhof (Beginenhof)

Schon im Jahre 1245 wurde der „Fürstliche Beginenhof Ten Wijngaarde“ gegründet. Er strahlt mit weiß getünchten Fassaden, einem verträumten Klostergarten und dem Beginenhofmuseum die Romantik der letzten Jahrhunderte aus. In diesem Kleinod des Weltkulturerbes lebten früher Beginen, weltliche, emanzipierte Frauen, die jedoch ein sehr frommes und eheloses Leben führten. Heute wird der Beginenhof von Schwestern des Benediktinerinnenordens und alleinstehenden Frauen aus Brügge bewohnt. Es hat sich hier also nicht wirklich viel verändert. Im Beginenhaus bekommen Sie deswegen auch heute noch einen guten Eindruck davon, wie das Leben hier im 17. Jahrhundert aussah.

Burg

Ebenfalls ein wunderschöner Ort, an dem man sich auf eine der Bänke setzen und einfach nur sein möchte. Dieser Platz war bereits im 2. Jahrhundert bewohnt, wurde im 9. Jahrhundert dann zur Ausgangsbasis des Grafen von Flandern. Er ist stets von Touristen gut besucht, hier finden sich aber auch zahlreiche Pferdekutschen, schöner Grünfläche und Bäumen und einer Fassade die gerade bei Nacht durch ihre Beleuchtung glänzt. Direkt am Platz befindet sich die Basilika des Heiligen Blutes, wo die Reliquie des Heiligen Blutes aufbewahrt werden. Es lohnt sich also auch hier einmal einen Ausflug hin zu wagen und gleichzeitig eine kurze Geschichtsstunde zu erleben.

Das Hanseviertel

Auch hier hat unser liebes Brügge historisch wieder einmal einiges zu bieten: Vom 13. bis zum 15. Jahrhundert war hier der Knotenpunkt, an dem sich die Handelsstraßen zwischen den Hansestädten im hohen Norden, England sowie Deutschland (damals „Oosterlingen“ – die Leute aus dem Orient – genannt) und den wichtigsten Handelsstädten in Spanien, Italien und Frankreich trafen. Die Atmosphäre von damals ist an gewissen Stellen wie in vielen Teilen Brügges auch hier noch zu spüren. Die Zeitreise in frühere Jahrhunderte kann im Hanseviertel also eine Erweiterung finden und Ihrem Geschmack für das Altertümliche eine Freude bieten.

Die Stiftungshäuser

Ursprünglich aus Barmherzigkeit, wurden diese Wohnhäuser ab dem 14. Jahrhundert erbaut. Wer hierher kommt und sich die malerischen Gärten sowie die beruhigenden weiß gestrichenen Fassaden anschaut, ist eingeladen zur Ruhe zu kommen. Denn es darf jeder herein, der die angenehme Ruhe zu respektieren weiß. Die Stiftungshäuser boten damals Witwen oder wohlhabenden Bürgern wohnten hier, aber auch Gilden, die ihren alt gewordenen Mitgliedern ein Zuhause bieten wollten. Jede Siedlung hatte ihre Kapelle, in der die Bewohner moralisch verpflichtet waren, Dankgebete zum Himmel zu schicken. Die Stiftungshäuser wurden alle restauriert und modernisiert und heute leben immer alte Leute in ihnen.

Das Concertgebouw (das Konzertgebäude)

In einem imposanten Konzertsaal mit 1289 Plätzen und einem intimen Kammermusiksaal von 322 Plätzen wird Ihnen das Beste geboten, was es an klassischer Musik und modernem Tanz überhaupt gibt. Das internationale Zentrum für Musik und Kunst ist eines der „1001 Gebäuden, die du sehen musst, bevor du stirbst”. Es hat eine ausgezeichnete Atmosphäre. Gelobt wegen ihrer ausgezeichneten Akustik, lassen sich hier im weiteren im Konzertgebäude diverse moderne Kunstwerke bewundern. Geöffnet ist es von Montag bis Sonntag und hier treten die besten Künstler aus der Region und Umgebung auf.

Das Friet Museum

Dieses Museum ist nicht nur für Erwachsene interessant, auch Kinder können sich hier mit einer der schönsten Sachen der Welt vergnügen und noch etwas dazu lernen: dem Essen. Ganz speziell geht es, wie der Name schon verrät, natürlich um Pommes Frites. Als das einzige Fritten-Museum auf der ganzen Welt darf Brügge erneut stolz auf sich sein und bietet hier mehr als einfach nur typisches Musuemsflair. Sie lernen hier mit anschaulichen Bildern, Videos und live Beispielen alles über Pommes, von der Herstellung, der Verarbeitung bis hin zu Zubereitungsgeheimnissen für die besten belgischen Pommes der Welt.

Sankt Jansspital (Sint-Jansspital)

Das Sankt Jansspital wurde im 12. Jahrhundert gestiftet und noch bis zum Jahre 1978 als Krankenhaus genutzt. Man sagt, es sei das erste öffentliche Krankenhaus der Neuzeit. Passend zur Verzierung des Gebäudegiebels mit Mariendarstellungen liegt der Eingang in der Mariastraat. Sie finden heute in dem schmuckvollen Gemäuer in direkter Nachbarschaft zur Liebfrauenkirche unter anderem eine Darstellung der medizinischen Vergangenheit des Hauses. Instrumente, Archivstücke sowie Krankensäle, die Hospitalapotheke und das ehemalige Dormitorium sind zu besichtigen. Außerdem sind im alten Spital Werke des flämischen Meisters Hans Memling ausgestellt.

Das Memling-Museum

Dieses liegt in der alten Krankenhauskapelle. Im 15. Jahrhundert hatte Brügge wie schon erwähnt eine enorme Bedeutung als Handelszentrum. Jan von Eyck hat zusammen mit Meister Hans Memling in dieser Zeit sehr stark zum Ruf Brügges als Kulturmetropole beigetragen. Das Geld, das vor allem der Tuchhandel in die Stadt brachte, ermöglichte den alten Meistern die freie Entfaltung, welche sie für ihre Kunst brauchten. Hans Memling finanzierte so seinen Lebensstandard teilweise durch Auftragsportraits reicher Brügger Bürger. Aber auch religiöse Motive fanden Platz in seinem Repertoire. Im Memling-Museum können Sie die wichtigsten Werke des gebürtigen Seligenstädters, der stark von den flämischen Primitiven beeinflusst war, bewundern.

Das Volkskundemuseum

Ein authentisch eingerichtetes Schlafzimmer, ein Klassenzimmer, eine Hutmacherei, eine Apotheke und eine Zuckerbäckerei. All dies finden Sie in den restaurierten Häusern aus dem 17. Jahrhundert des Volkskundemuseums. Im Obergeschoss können Sie eine schöne Spitzensammlung bewundern. Eine kleine Rast ist in der Museumsschenke „De Zwarte Kat“ oder im Garten möglich, wo man auf der Terrasse verschiedene alte volkstümliche Spiele ausprobieren und sich spielerisch etwas Zeit vertreiben kann. Wagen Sie eine Reise rund 100 Jahre zurück in den Alltag eines Brüggers Durchschnittsbürgers. Auch hier werden schön dargestellt wieder Traditionen und Volksbräuche gezeigt und dabei der Zauber der damaligen Zeit gewahrt.

Weltklasse ausgezeichnete Restaurants

Nicht ohne Grund ist Brügge eines der gastronomischen Zentren Europas. Wer die Créme de la Créme der Küchen Europas sucht, der ist hier wieder einmal genau richtig in Brügge. Zwei renommierte Brügger Schulen – Spermalie und Ter Groene Poorte – bilden kulinarische Talente aus, die international für Furore sorgen. Die Stadt wartet mit einer beeindruckenden Liste von Spitzenrestaurants auf. Michelin, GaultMillau und Bibgourmand empfehlen insgesamt bis Dato ganze 39 Köche. Man könnte hier nun einige der Spitzenrestaurants aufzählen, dann würde man den restlichen aber nicht gerecht werden. Am besten probieren sie einfach alle 39 aus!

Die Antiquariate, z. B. das Dag en Zonne

Verwunschene Ausstellungen und Antiquariate geben Brügge noch das Sahnehäubchen zu dem reichhaltigen Angebot, das es ohnehin schon hat und dem märchenhaften Lebensgefühl welches es vermittelt. Gleich am Anfang der Langestraat befindet sich eines der charmantesten und am meisten fotografierten Geschäfte Brügges. Prall gefüllt mit Kuriositäten von vor langer Zeit und sehr langer Zeit. Gönnen Sie sich einen Moment Ruhe und Inspiration zugleich, lassen Sie sich kurz verführen von den kleinen aber schönen käuflichen Dingen im Leben.