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Tourismus weltweit: Statistik, Zahlen und Trends November 2026

Tourismus weltweit: Statistik, Zahlen und Trends November 2026

Axel HernborgAxel Hernborg

Kurz gesagt: Weltweit wurden 2025 laut UN Tourism rund 1.546 Millionen internationale Ankünfte gezählt, ein Rekord; die Einnahmen lagen bei rund 1,9 Billionen US-Dollar. Frankreich ist mit 102 Millionen Gästen das meistbesuchte Land, Deutschland mit 117 Milliarden US-Dollar Reiseausgaben der drittgrößte Ausgabenmarkt. 2026 wächst der Tourismus nur noch um 1 bis 2 Prozent.

Zuletzt geprüft am 19. Oktober 2026. Jede Zahl auf dieser Seite wurde mit den am Ende der Seite aufgeführten Quellen abgeglichen; wo zwei Quellen voneinander abweichen, ist der Unterschied vermerkt.

Wie viele Menschen reisen jedes Jahr ins Ausland, welche Länder empfangen die meisten Gäste, und wer gibt dabei am meisten aus? Diese Seite bündelt die wichtigsten Zahlen zur Tourismus-Statistik weltweit: internationale Ankünfte von 2019 bis zum ersten Halbjahr 2026, die Verteilung nach Weltregionen, die meistbesuchten Länder, die Einnahmen, den Luftverkehr und die Rolle Deutschlands als Herkunftsmarkt. Grundlage sind das World Tourism Barometer und die International Tourism Highlights von UN Tourism (der Welttourismusorganisation der Vereinten Nationen), die Wirtschaftsdaten des Branchenverbands WTTC, die Verkehrszahlen des Airline-Verbands IATA sowie für Deutschland die Deutsche Bundesbank, das Statistische Bundesamt (Destatis) und die Forschungsgemeinschaft Urlaub und Reisen (FUR).

Tourismus weltweit: die wichtigsten Zahlen

  • 1.546 Millionen internationale Ankünfte 2025, also rund 1,55 Milliarden (vorläufig, +5,0 %), so viele wie nie zuvor (UN Tourism, World Tourism Barometer Mai 2026, revidiert Juli 2026).
  • 690 Millionen Ankünfte im ersten Halbjahr 2026, nur 0,4 % mehr als im Vorjahreszeitraum (UN Tourism, September 2026).
  • Einnahmen aus dem internationalen Tourismus 2025: rund 1,9 Billionen US-Dollar (Schätzung); inklusive Personenbeförderung 2,2 Billionen US-Dollar Exporterlöse (UN Tourism, Januar 2026).
  • Meistbesuchtes Land 2024: Frankreich mit 102 Millionen internationalen Ankünften; größter Tourismusverdiener: die USA mit 214 Milliarden US-Dollar (UN Tourism, International Tourism Highlights 2025).
  • Deutschland ist mit 117 Milliarden US-Dollar Reiseausgaben (2024) der drittgrößte Ausgabenmarkt der Welt nach China und den USA (UN Tourism).
  • Laut WTTC trug Reisen und Tourismus 2025 11,6 Billionen US-Dollar zur Weltwirtschaft bei, 9,8 % des globalen BIP (WTTC, April 2026).

Internationale Ankünfte weltweit von 2019 bis 2026

Säulendiagramm der internationalen Ankünfte weltweit: 2019 1.469 Millionen, 2020 413 Millionen, 2021 468 Millionen, 2022 990 Millionen, 2023 1.336 Millionen, 2024 1.472 Millionen, 2025 1.546 Millionen.
Nach dem Absturz auf 413 Millionen im Jahr 2020 erreichte der internationale Tourismus 2024 wieder das Vorkrisenniveau und 2025 mit 1.546 Millionen Ankünften einen Rekord.

UN Tourism zählt Übernachtungsgäste, die ein anderes Land als ihr Wohnsitzland besuchen; Tagesausflügler und Kreuzfahrtpassagiere ohne Übernachtung sind nicht enthalten. Die Reihe zeigt den tiefsten Einbruch in der Geschichte des Reisens und die anschließende Erholung (UN Tourism, World Tourism Barometer Mai 2026):

  • 2019, das Vor-Pandemie-Hoch: 1.469 Millionen (UN Tourism)
  • 2020: 413 Millionen, ein Rückgang um rund 72 % gegenüber 2019; 2021: 468 Millionen (UN Tourism; Prozentwert: International Tourism Highlights 2025)
  • 2022: 990 Millionen; 2023: 1.336 Millionen (UN Tourism)
  • 2024: 1.472 Millionen, damit war das Niveau von 2019 wieder erreicht (UN Tourism)
  • 2025: 1.546 Millionen, ein Plus von 5,0 % und ein neuer Rekord (UN Tourism, vorläufig)

Die Zahl für 2025 wurde mehrfach angepasst. Im Januar 2026 meldete UN Tourism zunächst 1,52 Milliarden Ankünfte und ein Plus von 4 % (UN Tourism, Januar 2026). Im Barometer vom Mai 2026 (revidiert im Juli) sind es 1.546 Millionen und +5,0 %, im September 2026 nannte UN Tourism ein Wachstum von 4,7 % (World Tourism Barometer September 2026). Der WTTC spricht von 1,54 Milliarden internationalen Übernachtungsankünften (WTTC). Diese Seite verwendet die Tabellenwerte aus dem Mai-Barometer, weil sie die vollständige Reihe nach Regionen enthalten.

2026 hat sich das Tempo deutlich verlangsamt: Im ersten Quartal reisten 307 Millionen Menschen international, 2 % mehr als ein Jahr zuvor (UN Tourism, Mai 2026). Im zweiten Quartal sanken die Ankünfte um 1 %, sodass das erste Halbjahr mit 690 Millionen nur 0,4 % über dem Vorjahr lag, rund drei Millionen mehr (UN Tourism, September 2026).

Ankünfte nach Weltregionen

Balkendiagramm der internationalen Ankünfte 2025 nach Weltregion: Europa 809,6 Millionen, Asien und Pazifik 336,5 Millionen, Amerika 219,7 Millionen, Naher Osten 100,1 Millionen, Afrika 79,6 Millionen.
Mehr als die Hälfte aller internationalen Ankünfte entfiel 2025 auf Europa, gut doppelt so viele wie auf Asien und den Pazifikraum.

Europa ist mit Abstand die größte Reiseregion der Welt und vereinte 2025 52,4 % aller internationalen Ankünfte auf sich. Die Werte für 2025 (vorläufig) nach dem World Tourism Barometer (UN Tourism, Mai 2026):

  • Europa: 809,6 Millionen (+4,9 %), davon Südeuropa und Mittelmeer 344,1 Millionen und Westeuropa 227,4 Millionen (UN Tourism)
  • Asien und Pazifik: 336,5 Millionen (+7,6 %), noch unter dem Wert von 2019 mit 362,7 Millionen (UN Tourism)
  • Amerika: 219,7 Millionen (+1,4 %); Nordamerika verlor 1,0 % (UN Tourism)
  • Naher Osten: 100,1 Millionen (+3,7 %), rund 40 % mehr als 2019 (UN Tourism)
  • Afrika: 79,6 Millionen (+7,0 %), angeführt von Nordafrika mit +10,5 % (UN Tourism)

Im ersten Halbjahr 2026 verschoben sich die Gewichte: Afrika (+4 %) und Europa (+3 %) wuchsen am stärksten, Amerika legte um 2 % zu, Asien und Pazifik um 1 %, blieb aber 11 % unter 2019. Der Nahe Osten verlor dagegen 22 %, weil der Konflikt in der Region seit Ende Februar 2026 Flughäfen und Luftraum beeinträchtigt (UN Tourism, September 2026; Mai 2026).

Die meistbesuchten Länder der Welt

Die jüngste vollständige Länderrangliste von UN Tourism bezieht sich auf 2024 (Datenstand Januar 2026). Die zehn meistbesuchten Länder nach internationalen Ankünften (UN Tourism, International Tourism Highlights 2025):

  • 1. Frankreich: 102 Millionen; 2. Spanien: 94 Millionen; 3. USA: 72 Millionen (UN Tourism)
  • 4. Türkei: 61 Millionen; 5. Italien: 58 Millionen; 6. Mexiko: 45 Millionen (UN Tourism)
  • 7. Großbritannien: 42 Millionen; 8. Deutschland: 38 Millionen; 9. Japan: 37 Millionen; 10. China: 36 Millionen (geschätzt, da amtliche Daten fehlten) (UN Tourism)

Deutschland verbesserte sich damit gegenüber 2019 um einen Platz. Mit 37,5 Millionen Ankünften lag es 2024 allerdings noch 5,2 % unter dem Wert von 2019 (39,6 Millionen) (UN Tourism, Statistischer Anhang). Für 2025 liegen bislang nationale Zahlen vor, die nach eigenen Methoden erhoben werden: Frankreich meldet erneut 102 Millionen internationale Touristen (Tourismusbilanz 2025 der französischen Regierung), Spanien einen Rekord von 96,8 Millionen (+3,2 %) (INE, FRONTUR) und die USA 68,3 Millionen, 5,5 % weniger als 2024 (NTTO via IITA).

Einnahmen: die größten Tourismusverdiener

Die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus erreichten 2024 1.739 Milliarden US-Dollar, real 13,8 % mehr als 2019 (1.498 Milliarden). Im Pandemiejahr 2020 waren es nur 562 Milliarden. Rechnet man die Personenbeförderung hinzu, kam der Tourismus 2024 auf Exporterlöse von 2,0 Billionen US-Dollar; im Schnitt gaben Reisende pro Auslandsreise 1.190 US-Dollar aus, nach rund 1.000 US-Dollar vor der Pandemie (UN Tourism, International Tourism Highlights 2025). Für 2025 schätzt UN Tourism die Einnahmen auf rund 1,9 Billionen US-Dollar (UN Tourism, Januar 2026); im September 2026 bezifferte die Organisation das reale Plus gegenüber 2024 auf 4 % (World Tourism Barometer September 2026).

Die zehn größten Tourismusverdiener 2024 nach internationalen Tourismuseinnahmen (UN Tourism):

  • USA: 214 Milliarden US-Dollar; Spanien: 107 Milliarden; Großbritannien: 83 Milliarden; Frankreich: 77 Milliarden; Italien: 59 Milliarden (UN Tourism)
  • Vereinigte Arabische Emirate: 57 Milliarden; Türkei: 56 Milliarden; Japan: 55 Milliarden; Australien: 52 Milliarden; Kanada: 50 Milliarden (UN Tourism)

Deutschland, 2019 mit 42 Milliarden US-Dollar noch auf Platz 9, ist aus dieser Liste herausgefallen: 2024 nahm es 40,1 Milliarden US-Dollar ein (UN Tourism). Nach Regionen verdiente Europa 2024 727 Milliarden US-Dollar, vor Asien und Pazifik (424 Milliarden), Amerika (395 Milliarden), dem Nahen Osten (150 Milliarden) und Afrika (42 Milliarden) (UN Tourism).

Wirtschaftsfaktor Tourismus: BIP und Arbeitsplätze

Nach Berechnungen des World Travel & Tourism Council (WTTC) trug die Reise- und Tourismusbranche 2025 11,6 Billionen US-Dollar zum weltweiten BIP bei, 9,8 % der Weltwirtschaft, und wuchs mit 4,1 % schneller als die Gesamtwirtschaft (2,8 %). Die Branche sicherte 366 Millionen Arbeitsplätze, etwa jeden neunten weltweit (WTTC, April 2026). Internationale Besucher gaben laut WTTC 2,02 Billionen US-Dollar aus (+3,2 %), Inlandsreisende mit 5,63 Billionen US-Dollar fast dreimal so viel (WTTC, Economic Impact Research).

Die WTTC-Werte schließen indirekte und induzierte Effekte ein, etwa Zulieferer und den Konsum der Beschäftigten. UN Tourism misst nur den direkten Beitrag und kommt deshalb auf deutlich weniger: 3,4 Billionen US-Dollar im Jahr 2023, rund 3 % des globalen BIP (UN Tourism, International Tourism Highlights 2025).

Deutschland: drittgrößter Ausgabenmarkt der Welt

Balkendiagramm der internationalen Tourismusausgaben 2024: China 251 Milliarden US-Dollar, USA 179 Milliarden, Deutschland 117 Milliarden, Großbritannien 103 Milliarden, Frankreich 60 Milliarden, Australien 46 Milliarden, Kanada 43 Milliarden.
Deutsche Reisende gaben 2024 im Ausland 117 Milliarden US-Dollar aus, mehr als die Briten und nur weniger als Chinesen und Amerikaner.

Für Reiseziele weltweit zählt Deutschland zu den wichtigsten Herkunftsmärkten. Nach der Rangliste von UN Tourism gaben deutsche Reisende 2024 117 Milliarden US-Dollar im Ausland aus, 30 % mehr als 2019; nur China (251 Milliarden) und die USA (179 Milliarden) lagen davor. Es folgten Großbritannien (103 Milliarden), Frankreich (60 Milliarden), Australien (46 Milliarden) und Kanada (43 Milliarden) (UN Tourism, International Tourism Highlights 2025).

  • In Euro gerechnet beliefen sich die Reiseverkehrsausgaben der Deutschen im Ausland 2025 auf 118,5 Milliarden Euro, nach 115,4 Milliarden im Jahr 2024. Am meisten floss nach Italien (13,3 Milliarden), Spanien (13,0 Milliarden) und Österreich (12,3 Milliarden) (Deutsche Bundesbank, Zahlungsbilanzstatistik).
  • Laut Reiseanalyse 2026 machten 80,5 % der deutschsprachigen Bevölkerung ab 14 Jahren 2025 mindestens eine Urlaubsreise ab fünf Tagen; von 67,7 Millionen Urlaubsreisen führten 52,7 Millionen ins Ausland, das sind 78 % (FUR, Reiseanalyse 2026).
  • Destatis zählt breiter, also auch Kurz- und Geschäftsreisen mit mindestens einer Übernachtung: 2025 waren es 105 Millionen Auslandsreisen, 8,3 % weniger als 2024, aber 5,4 % mehr als 2019 (Destatis, August 2026).

Luftverkehr

Der Weltluftverkehr wuchs 2025 laut IATA um 5,3 %, gemessen in verkauften Passagierkilometern; international betrug das Plus 7,1 %. Die durchschnittliche Auslastung erreichte mit 83,6 % einen Rekord (IATA, Januar 2026). Für 2026 rechnet der Verband nach seiner Prognose vom Juni mit 5,1 Milliarden Passagieren, 2,4 % mehr als 2025 (IATA, Juni 2026). Im August 2026 lag die Nachfrage jedoch 0,8 % unter dem Vorjahresmonat; europäische Airlines wuchsen um 2,1 %, Fluggesellschaften aus dem Nahen Osten verloren 14,2 % (IATA, September 2026).

Trends 2026

  • Prognose gesenkt: UN Tourism erwartet für 2026 nur noch ein Wachstum der internationalen Ankünfte von 1 bis 2 %, statt der im Januar prognostizierten 3 bis 4 % (UN Tourism, September 2026).
  • Nahost-Konflikt und teure Flüge: Höhere Kerosinpreise und Umleitungen verteuern das Reisen auch außerhalb der Region; laut UN Tourism könnten Reisende deshalb häufiger Ziele in der Nähe oder im eigenen Land wählen (UN Tourism, Mai 2026).
  • Vorsichtiger Optimismus: 45 % der von UN Tourism befragten Experten erwarten für September bis Dezember 2026 bessere Ergebnisse als im Vorjahr, 21 % schlechtere (World Tourism Barometer September 2026).
  • Branche wächst weiter: Der WTTC prognostiziert für 2026 einen Beitrag von 12 Billionen US-Dollar zum Welt-BIP (9,9 %) und 376 Millionen Arbeitsplätze (WTTC, Mai 2026).
  • Deutsche reisen weiter: Im ersten Halbjahr 2026 gaben Deutsche im Ausland 56,5 Milliarden Euro aus, nach 55,3 Milliarden im ersten Halbjahr 2025 (Bundesbank, Quartalsergebnisse).

Quellen

Häufig gestellte Fragen

Laut UN Tourism wurden 2025 rund 1.546 Millionen internationale Ankünfte gezählt, 5,0 Prozent mehr als 2024 und ein Rekord (vorläufig, Barometer Mai 2026). Die erste Meldung vom Januar 2026 nannte 1,52 Milliarden. Vor der Pandemie, 2019, waren es 1.469 Millionen, im Krisenjahr 2020 nur 413 Millionen. Im ersten Halbjahr 2026 reisten 690 Millionen Menschen international.

Nach der jüngsten Rangliste von UN Tourism für 2024 führt Frankreich mit 102 Millionen internationalen Ankünften vor Spanien (94 Millionen) und den USA (72 Millionen). Es folgen die Türkei, Italien, Mexiko, Großbritannien, Deutschland mit 38 Millionen, Japan und China. Für 2025 meldeten Frankreich erneut 102 Millionen und Spanien laut INE 96,8 Millionen Touristen.

UN Tourism schätzt die Einnahmen aus dem internationalen Tourismus 2025 auf rund 1,9 Billionen US-Dollar, mit Personenbeförderung auf 2,2 Billionen. Größter Verdiener war 2024 die USA mit 214 Milliarden US-Dollar vor Spanien mit 107 Milliarden. Der WTTC beziffert den gesamten Beitrag der Branche zum Welt-BIP 2025 auf 11,6 Billionen US-Dollar oder 9,8 Prozent.

Deutschland war 2024 laut UN Tourism mit 117 Milliarden US-Dollar Reiseausgaben der drittgrößte Ausgabenmarkt der Welt nach China und den USA. Die Bundesbank beziffert die Reiseausgaben der Deutschen im Ausland 2025 auf 118,5 Milliarden Euro. Als Reiseziel lag Deutschland 2024 mit 38 Millionen internationalen Ankünften auf Platz 8.

Im ersten Halbjahr 2026 stiegen die internationalen Ankünfte laut UN Tourism nur um 0,4 Prozent auf 690 Millionen. Der Nahe Osten verlor wegen des Konflikts 22 Prozent, Afrika und Europa wuchsen um 4 und 3 Prozent. UN Tourism senkte deshalb seine Jahresprognose von 3 bis 4 Prozent auf 1 bis 2 Prozent Wachstum.

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